Nach Cape Reinga und weiter nach Matapouri – Tag 03 & 04


Tag 3 & 4 - Nach Cape Reinga und weiter nach Matapouri
- von Tina

Tag 3 und 4: Nach Cape Reinga und weiter nach Matapouri

Aufbruch nach einer schrecklichen Nacht

Leider entpuppte sich unser schöner Campingplatz in der Wildnis als ein ziemlicher Albtraum. Schon kurz nach dem Licht ausschalten hörte man nur noch Surren. Wir hatten ein Fenster auf mit einem Moskitonetz davor und ein anderes ein kleines Stück ohne. Ein paar Moskitos würden uns schon nicht stören - dachten wir.

So gegen Mitternacht holte mich der Jetlag ein. Ich wachte auf und war einfach hellwach. Schlimmer noch, mein Körper verlangte eindeutig nach Bewegung. Denn normalerweise war dies die Tageszeit, an der ich in Colombo Sport mache.

Eine Folge House of Cards und zwei Meditationsversuche später, habe ich aufgegeben und bin aufgestanden. Für ungefähr eine Stunde habe ich in der Küche des Campingplatzes einen Film geschaut, dann wollte ich zurück ins Bett. Als ich die Tür des Autos aufmachte und das Autolicht innen anging, habe ich fast losgeschrieen. Die ganze Decke war schwarz vor Mücken, das Auto hat nur noch gesummt.

Da Alex so auch nicht schlafen konnte, wollten wir eine freie Hütte suchen, in der wir schlafen könnten. Leider erfolglos. So sind wir zurück ins Auto und haben die Mücken vertrieben und / oder gekillt - eine super Beschäftigung um halb drei Uhr nachts.

Völlig übermüdet auf zum Cape Reinga

Dafür konnte ich danach gut schlafen und bin erst mit dem Weckerklingeln aufgewacht. Nach einem schnellen Frühstück ging es endlich raus aus dem Funkloch. Eine gute Stunde Fahrt dauerte es, bis wir wieder Netz hatten und ich mich auch endlich bei Martin melden konnte. Der hat sich zum Glück keine Sorgen gemacht.

Für ein zweites Frühstück machten wir Stopp im schönen Küstenörtchen Omapere. Auf dem Weg dort hin waren wir völlig begeistert vom Ausblick über die Küste und den Strand.  Danach ging die Fahrt weiter Richtung Cape Reinga. Eigentlich wollten wir unseren kurzen Stopp nutzen, um etwas am Laptop zu arbeiten, aber leider ließ das WiFi im Landings Café äußerst zu wünschen übrig.

Diesen späten Aufbruch sollten wir ziemlich bereuen, als wir dann in Pukenui, dem nächsten Ort mit Handyempfang einfach keine Schlafplatz finden konnten. Es war schon 20 Uhr und wir hatten echt Sorge, dass sich für uns keine Möglichkeit mehr irgendwo ergeben würde. Alex’ Van ist nicht self-contained, Freedom Camping war daher keine Option. 


Die Laune war am Boden, der Magen war leer. Also hielten wir trotzdem erst einmal für ein Abendessen an. Frisch gestärkt arbeiteten wir uns dann durch andere Campinglätze, die wir über die App Campermate finden konnten. 


Und das Glück war uns hold. Ich schreibe diesen Beitrag aus einer gemütlichen warmen Küche auf einem Campingplatz in Hoketere. Der Platz liegt direkt am Strand, bei der Ankunft hatten wir gerade noch einen tollen Blick auf den Sonnenuntergang. Hoffen wir daher, dass diese Nacht viel besser wird als die letzte.

Dafür konnte ich danach gut schlafen und bin erst mit dem Weckerklingeln aufgewacht. Nach einem schnellen Frühstück ging es endlich raus aus dem Funkloch. Eine gute Stunde Fahrt dauerte es, bis wir wieder Netz hatten und ich mich auch endlich bei Martin melden konnte. Der hat sich zum Glück keine Sorgen gemacht.


Für ein zweites Frühstück machten wir Stopp im schönen Küstenörtchen Omapere. Danach ging die Fahrt weiter Richtung Cape Reinga. Eigentlich wollten wir unseren kurzen Stopp nutzen, um etwas am Laptop zu arbeiten, aber leider ließ das WiFi im Landings Café äußerst zu wünschen übrig.


Überhaupt macht sich langsam der Eindruck breit, dass Internet in Neuseeland ein echtes Problem ist. Bisher hatten wir noch nirgends ausreichend WiFi, um tatsächlich unserer Arbeit nachzugehen. Eine ziemlich ernüchternde Erkenntnis. Allerdings sind wir momentan auch im etwas weniger touristischen Nordland unterwegs. Vielleicht wird es ja noch besser.  


Überhaupt macht sich langsam der Eindruck breit, dass Internet in Neuseeland ein echtes Problem ist. Bisher hatten wir noch nirgends ausreichend WiFi, um tatsächlich unserer Arbeit nachzugehen. Eine ziemlich ernüchternde Erkenntnis. Allerdings sind wir momentan auch im etwas weniger touristischen Nordland unterwegs. Vielleicht wird es ja noch besser.  

Zwischenstopp zum Sandboarden auf Riesendüne

Auf dem Weg zum Cape Reinga lagen auch die Te Paki Riesendünen. Aufmerksam darauf wurden wir durch einen Shop, an dem man Sandboards für die Dünen ausleihen konnte. Guter Tipp: Haltet nicht am ersten Shop an. Einen Kilometer weiter kostet das Board 30 Prozent weniger. Und direkt an den Dünen kosten sie zwar gleich viel, aber sind von viel besserer Qualität. 

Achtet darauf, dass euer Board an der Unterseite nicht beschädigt ist, denn das macht euch total langsam. Und dann macht das Sandboarden auf den größten Dünen keinen Spaß.

An den Dünen ist direkt ein Parkplatz und auch Toiletten. Etwas oberhalb gibt es auch einen Parkplatz, von dem läuft man noch ca zehn Minuten. Die Dünen sind schon mega beeindruckend. Und das Sandboarden macht sicher auch Spaß, wenn ma ein ordentliches Board hat. Seid euch aber bewusst, dass danach alles voller Sand ist.

Highlight des Tages: Cape Reinga

Nach dem Spaß in den Dünen fuhren wir noch ca 20 Minuten weiter und landeten endlich am Cape Reinga. Ein sehr schönes Kap mit einem kleinen Leuchtturm. Am schönsten ist es dort auf Grund des Lichts sicher in den Morgen- und Nachmittagsstunden.

Vom Kap aus sieht man, wie sich Tasmanisches Meer und Pazifik treffen - ein sehr schöner Anblick  mit tollen Wellen. Außerdem gibt es dort auch einige Wanderungen mit Längen zwischen 45 Minuten und neun Stunden.

Nach dem Spaß in den Dünen fuhren wir noch ca 20 Minuten weiter und landeten endlich am Cape Reinga. Ein sehr schönes Kap mit einem kleinen Leuchtturm. Am schönsten ist es dort auf Grund des Lichts sicher in den Morgen- und Nachmittagsstunden.


Vom Kap aus sieht man, wie sich Tansanisches Meer und Pazifik treffen - ein sehr schöner Anblick  mit tollen Wellen. Außerdem gibt es dort auch einige Wanderungen mit Längen zwischen 45 Minuten und neun Stunden.

Für die Maori, die Ureinwohner Neuseelands, hat das Kap Reinga eine ganz besondere Bedeutung. Es dient den Seelen der Toten als Absprungplatz in das Maori-Himmelreich Hawaiki.

Die Suche nach der Unterkunft

Relativ verspätet sind wir dann von einem tollen Stopp in Cape Reinga aufgebrochen.

Diesen späten Aufbruch sollten wir ziemlich bereuen, als wir dann in Pukenui, dem nächsten Ort mit Handyempfang einfach kein Schlafplatz finden konnten. Es war schon 20 Uhr und wir hatten echt Sorge, dass sich für uns keine Möglichkeit mehr irgendwo ergeben würde. Alex’ Van ist nicht self-contained, Freedom Camping war daher keine Option. 

Die Laune war am Boden, der Magen war leer. Also hielten wir trotzdem erst einmal für ein Abendessen an. Frisch gestärkt arbeiteten wir uns dann durch andere Campinglätze, die wir über die App Campermate finden konnten. 

Und das Glück war uns hold. Während eines wunderschönen Sonnenuntergangs fuhren wir auf die Dünen des Strands von Hoketere zu. Der Campingplatz lag nur 200 Meter vom Meer entfernt. Er hatte eine gemütliche Küche und eine sehr nette deutsche "Camp-Mutter". 

Das WiFi ließ mal wieder zu wünschen übrig, aber unser Skyroam hat uns dieses Mal sehr weitergeholfen.

Diesen späten Aufbruch sollten wir ziemlich bereuen, als wir dann in Pukenui, dem nächsten Ort mit Handyempfang einfach keine Schlafplatz finden konnten. Es war schon 20 Uhr und wir hatten echt Sorge, dass sich für uns keine Möglichkeit mehr irgendwo ergeben würde. Alex’ Van ist nicht self-contained, Freedom Camping war daher keine Option. 


Die Laune war am Boden, der Magen war leer. Also hielten wir trotzdem erst einmal für ein Abendessen an. Frisch gestärkt arbeiteten wir uns dann durch andere Campinglätze, die wir über die App Campermate finden konnten. 


Und das Glück war uns hold. Ich schreibe diesen Beitrag aus einer gemütlichen warmen Küche auf einem Campingplatz in Hoketere. Der Platz liegt direkt am Strand, bei der Ankunft hatten wir gerade noch einen tollen Blick auf den Sonnenuntergang. Hoffen wir daher, dass diese Nacht viel besser wird als die letzte.

Frischer Start am nächsten Morgen

Die Nacht in Hoketere hat mir unglaublich gut getan. Ich habe geschlafen wie ein Stein und bin am nächsten Morgen energiegeladen aufgewacht. In meinem Pyjama bin ich erst einmal an den Strand und habe eine Weile aufs Meer geschaut, meditiert und hatte das Gefühl gerade so richtig in Neuseeland angekommen zu sein.

Nach ein bisschen Arbeit am Laptop machten wir uns auf zum nächsten Stopp. Über Kerikeri und Paihia wollten wir zu unserem Couchsurfing nach Matapouri fahren. In Kerikeri hielten wir für ein unglaublich gutes Mittagessen im "Food at Wharepuke" - ein Restaurant mit einer Fusion-Küche aus europäisch und asiatisch. Nicht ganz billig, aber das Essen war megalecker.

In der Hoffnung, in Paihia ein Café mit guten Internet zu finden, um noch ein wenig zu arbeiten, legten wir dort einen Stopp ein. Wir wurden allerdings recht schnell enttäuscht, denn das Städtchen war wahnsinnig überfüllt. In den meisten Cafés gab es gar keinen Platz mehr oder es gab kein WiFi. Also holten wir uns nur schnell an einem Farmers Market etwas Obst und Gemüse und fuhren weiter.

Nach Matapouri mit einem außergewöhnlichen Stopp

Auf der Straße nach Matapouri wurden wir auf ein interessantes Schild aufmerksam: Hundertwassertoilette in 500m rechts. Gut, dachten wir, schauen wir uns die doch mal an. Man hat den Hundertwasser-Stil auch sofort erkannt, es war wirklich eine nette Toilette 😉 .

Nach diesem kurzen Stopp ging es dann tatsächlich auf die Zielgerade. Über Couchsurfing hatte ich die Anzeige der beiden Neuseeländer Leah und Paul gefunden. Ihr Schlafplatz klang super interessant für uns: und zwar war das "Gästezimmer" in ihrem alten Campinganhänger, in dem sie selbst gewohnt haben, während ihr Wochenendgrundstück im Aufbau war. Outdoor-Küche, Outdoor-Dusche, Whirlpool und ein toller Ausblick ließen mich nicht zweimal nachdenken und ich habe die beiden angeschrieben.

Und wie glücklich wir uns schätzen konnten, dass die beiden uns als Gäste angenommen haben. Nicht nur sind Leah und Paul supernette und interessante Menschen, welche uns in ihrem Zuhause aufgenommen haben, als wären wir langjährige Freunde. 

Auch haben sie einfach das schönste kleine Paradies in Matapouri erschaffen, dass ich mir vorstellen kann. Man hat einen wunderschönen Ausblick über das Meer und auf dem ganzen Grundstück wurden so viele tolle kleine und große Ideen verwirklicht, es ist schwer in Worte zu fassen. Man merkt einfach, dass dies ein Platz ist, in dem das ganze Herz der Besitzer steckt und zudem sind die beiden auch noch so gastfreundliche und offene Menschen.

Nach einem sehr netten Abend mit tollem (für mich sogar veganem!) Essen, ein paar Runden Rummykub und sehr interessanten Gesprächen, sind wir dann sehr glücklich in unserem Camper ins Bett gefallen.

Zwischenstopp zum Sandboarden auf Riesendünen


Völlig übermüdet auf zum Cape Reinga


Leider entpuppte sich unser schöner Campingplatz in der Wildnis als ein ziemlicher Albtraum. Schon kurz nach dem Licht ausschalten hörte man nur noch Surren. Wir hatten ein Fenster auf mit einem Moskitonetz davor und ein anderes ein kleines Stück ohne. Ein paar Moskitos würden uns schon nicht stören - dachten wir. 


So gegen Mitternacht holte mich der Jetlag ein. Ich wachte auf und war einfach hellwach. Schlimmer noch, mein Körper verlangte eindeutig nach Bewegung. Denn normalerweise war dies die Tageszeit, an der ich in Colombo Sport mache.


Eine Folge House of Cards und zwei Meditationsversuche später, habe ich aufgegeben und bin aufgestanden. Für ungefähr eine Stunde habe ich in der Küche des Campingplatzes einen Film geschaut, dann wollte ich zurück ins Bett. Als ich die Tür des Autos aufmachte und das Autolicht innen anging, habe ich fast losgeschrieen. Die ganze Decke war schwarz vor Mücken, das Auto hat nur noch gesummt.


Da Alex so auch nicht schlafen konnte, wollten wir eine freie Hütte suchen, in der wir schlafen könnten. Leider erfolglos. So sind wir zurück ins Auto und haben die Mücken vertrieben und / oder gekillt.


Leider entpuppte sich unser schöner Campingplatz in der Wildnis als ein ziemlicher Albtraum. Schon kurz nach dem Licht ausschalten hörte man nur noch Surren. Wir hatten ein Fenster auf mit einem Moskitonetz davor und ein anderes ein kleines Stück ohne. Ein paar Moskitos würden uns schon nicht stören - dachten wir. 


So gegen Mitternacht holte mich der Jetlag ein. Ich wachte auf und war einfach hellwach. Schlimmer noch, mein Körper verlangte eindeutig nach Bewegung. Denn normalerweise war dies die Tageszeit, an der ich in Colombo Sport mache.


Eine Folge House of Cards und zwei Meditationsversuche später, habe ich aufgegeben und bin aufgestanden. Für ungefähr eine Stunde habe ich in der Küche des Campingplatzes einen Film geschaut, dann wollte ich zurück ins Bett. Als ich die Tür des Autos aufmachte und das Autolicht innen anging, habe ich fast losgeschrieen. Die ganze Decke war schwarz vor Mücken, das Auto hat nur noch gesummt.


Da Alex so auch nicht schlafen konnte, wollten wir eine freie Hütte suchen, in der wir schlafen könnten. Leider erfolglos. So sind wir zurück ins Auto und haben die Mücken vertrieben und / oder gekillt.


  • Hukatere Lodge / B&B and Camping Ground; Couchsurfing mit Leah & Paul in Matapouri
  • nicht am erstbesten Stopp in Te Paki ein Sandboard mieten, sie sind billiger und besser, wenn man weiterfährt
  • Food at Wharepuke - sehr guter Mittagessenspot in Kerikeri in einem sehr schön angelegten Dschungel-Garten      $$$  
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Tina

Reisefan, Möchtegern-Travelhacker und seit neun Jahren Expat in verschiedenen asiatischen Ländern. Ein dauerhaftes Leben in Deutschland kann ich mir momentan gar nicht mehr vorstellen, aber es wäre gelogen, zu sagen, dass mir Döner und Currywurst nicht fehlen. Der große Schritt, die Festanstellung hinter mir zu lassen und mich vollends ins digitale Nomadentum zu stürzen, steht mir noch bevor, daher freue ich mich, gemeinsam mit unseren Lesern neue Möglichkeiten zu entdecken.

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